Spannungen am Persischen Golf: Nato warnt vor Flächenbrand im Nahen Osten

Nach den Attacken in Saudi-Arabien wächst bei der Nato die Sorge vor einer militärischen Eskalation: Generalsekretär Jens Stoltenberg fürchtet eine weitere Destabilisierung der Region – und mahnt Iran zur Mäßigung.

Die Lage am Persischen Golf bleibt höchst angespannt und nun hat sich auch die Nato, konkret ihr Generalsekretär, zu der drohenden Eskalation geäußert. Er sei „extrem besorgt“ wegen der Reaktionen auf die Attacken auf zwei Ölraffinerien in Saudi-Arabien, sagte Jens Stoltenberg der Nachrichtenagentur AFP.

„Wir fordern alle Seiten auf, solche Angriffe zu unterlassen. Sie können negative Auswirkungen auf die ganze Region haben. Wir sind außerdem in großer Sorge ob der drohenden Eskalation“, so Stoltenberg weiter. Die britische BBC zitiert ihn zudem mit den Worten, Iran „destabilisiere die komplette Region“.

Am Samstagmorgen hatten mehrere Explosionen Anlagen von Saudi Aramco erschüttert. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten sich zu den Angriffen bekannt.

Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump deutet hingegen vieles auf Iran als Urheber der Angriffe hin. „Es sieht danach aus“, sagte er, fügte aber hinzu, dass Untersuchungen andauerten: „Wir müssen definitiv herausfinden, wer es getan hat.“ Außenminister Mike Pompeo hatte Iran die Angriffe zur Last gelegt. So klar wurde Trump nicht.

Trump spricht von „viel, viel größerem Angriff“

Der Präsident erklärte, er würde einen militärischen Konflikt mit Iran „sicherlich vermeiden wollen“. Trump am Montag im Weißen Haus wörtlich: „Ich will mit niemandem Krieg.“ Die Vereinigten Staaten seien allerdings auf einen Konflikt vorbereitet. „Das war ein sehr großer Angriff. Er könnte von unserem Land sehr leicht mit einem viel, viel größeren Angriff erwidert werden.“