LATAM und Kuwait Airways reduzieren A350 Bestellung

Wie viele Fluggesellschaften hat auch der Flugzeugbauer Airbus mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass zwei Fluggesellschaften ihre A350-900 um einige Exemplare reduzieren.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann sich trotz reduzierten Bestellung über einen halbwegs profitablen Monat März freuen. Gründe dafür sind das Leasingunternehmen Aercap, das eine Bestellung von 50 Flugzeugen aufgab sowie ein bisher noch unbekannter Kunde. Weitere Details erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Gekürzte A330 und A350 Bestellungen

Die LATAM Airlines Group stellte vor einigen Wochen den internationalen Flugverkehr nahezu vollständig ein. Damit reagierte die Fluggesellschaft auf einbrechende Buchungszahlen, Reisebeschränkungen und Grenzschliessungen einiger Staaten, die im Zuge der Corona-Pandemie verhängt wurden. Die kritische finanzielle Situation veranlasst LATAM die Reduzierung einer bereits bestehenden A350-Bestellung. Die chilenische Fluggesellschaft möchte statt acht nur noch zwei A350-1000 bestellen. Zusätzlich kürzt die Fluggesellschaft die Bestellung des A350-900 um vier Flugzeuge. Statt 17 möchte LATAM nur noch 13 A350-900 bestellen. Zwar hatte Delta Air Lines angekündigt 14 Airbus A350 von LATAM zu übernehmen, allerdings ist das Orderbuch der amerikanischen Airline bisher unverändert.

Darüber hinaus kürzt auch Kuwait Airways die Bestellung von zehn auf fünf Exemplare des Airbus 350-900. Im Gegenzug erhielt Airbus eine Bestellung über zehn A350-900. Derzeit ist der Abnehmer der Flugzeuge nicht bekannt.

Auch im Bereich des Langstreckenflugzeuges A330-900 vermeldet der CEO von Airbus, Guillaume Faury, gekürzte Bestellungen. Das Leasingunternehmen Avolon kürzte die Bestellung von 13 auf zehn Exemplare. Zudem kürzte auch CIT Leasing die Bestellung von 26 auf 25 Flugzeuge des Types A330-900. Neue A330-Bestellungen konnte Airbus nicht vermelden.

Positive Zwischenbilanz bei Airbus

Grund zur Freude bereitete dem Flugzeugbauer eine Bestellung von der Leasingfirma Aercap. Das Unternehmen platzierte im März eine Bestellung von 25 A320 Neo und weiteren 25 A321 Neo. Allerdings gab es auch im Bereich der Kurzstreckenflugzeuge kleinere Stornierungen. Unbekannte Kunden stornierten Bestellung von insgesamt sieben A320 Neo und zwei A321 Neo. Darüber hinaus strich Airbus eine ältere Bestellung über 16 A220-300, die bereits im letzten Jahr storniert wurde.

Trotz einiger Stornierungen konnte Airbus die Anzahl der Nettobestellungen innerhalb eines Monats von 274 auf 290 Flugzeuge steigern. Allein im Monat März übergab der Flugzeugbauer 36 Flugzeuge an seine Kunden, bedeutet, dass Airbus in diesem Jahr bereits 122 Flugzeuge an seine Kunden ausliefern konnte.

Fazit zu den reduzierten Flugzeugbestellung bei Airbus

Airbus muss den Wegfall von Bestellungen über mehrere Langstreckenflugzeuge verkraften. Wirtschaftlich gewiss ein herber Schlag für den Flugzeugbauer, der ebenfalls die Folgen der Corona-Pandemie zu verkraften hat. Dennoch konnte Airbus weitere Bestellungen verzeichnen – besonders aktuell sind diese Bestellungen von hoher Bedeutung, möchte man die Liquidität des Unternehmens sicherstellen.