Irre Kuwait-Ärztin im TV: „Spermafressender Analwurm ist schuld an Homosexualität“

Mariam Al-Sohel glaubt ernsthaft daran, dass ihre „Entdeckung“ etwas mit Wissenschaft zu tun hat

Sie lächelt siegessicher, betont ihre Worte mit vielen Gesten und glaubt wirklich daran, der Wissenschaft ein Schnippchen geschlagen zu haben .

Die kuwaitische „Ärztin“ Dr. Mariam Al-Sohel erklärt allen Ernstes, sie hätte mit einem besonderen, von ihr entwickelten Zäpfchen ein „Mittel gegen Homosexualität“ gefunden. Klingt absurd? Ist ihr egal. Sie glaubt nämlich fest daran – und ihre Gastgeberin in der TV-Show nickt zustimmend. Die „Heilung“ basiere schließlich auf dem Koran.

Die Frau in dem Video ist laut Einblendung eine „Nachwuchstherapeutin“. Dr. Al-Sohel berichtet stolz, sie habe das „therapeutische Zäpfchen“ entwickelt, um die Lust auf gleichgeschlechtlichen Sex zu drosseln – und zwar von „Jungs des dritten Geschlechts sowie vom vierten Geschlecht, also Butch-Lesben“.

Der Unsinn der „Ärztin“ verbreitet sich momentan viral, nachdem das Middle East Media Research Institute (MEMRI) einen Videoausschnitt dazu online stellte. Die in Washington ansässige Nichtregierungsorganisation analysiert immer wieder Medien im Nahen Osten, um die Ansichten der islamisch geprägten Länder der restlichen Welt zu präsentieren. Am Dienstag veröffentlichten sie einen Teil des Interviews Al-Sohels mit dem kuwaitischen Fernsehsender Scope TV, das bereits Ende März ausgestrahlt wurde.

Ein Wurm, der sich von Sperma ernährt

Im Interview erklärt die „Ärztin“, dass sich der „homosexuelle Drang“ auch nach einer Vergewaltigung entwickeln würde und dann bestehen bleibe, „weil es einen analen Wurm gibt, der sich vom Samen ernährt“. Die Gastgeberin fragt nach, ob ihr Zäpfchen einen „beruhigenden Effekt“ habe, worauf Al-Sohel antwortet: „Das ist Wissenschaft und es gibt nichts, worüber man sich schämen muss.“

Die Gastgeberin stimmt ihr sofort zu: „Natürlich nicht. Es ist prophetische Medizin.“ Und: „Es steht alles in den Büchern.“