Wüstentraum und Badespaß: In Jordanien trifft Tradition auf Moderne

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Jordanien ist ein Land der Kontraste. In der Hauptstadt Amman glitzern die Wolkenkratzer um die Wette, in der Wüste leben die Beduinen noch immer wie vor 100 Jahren in Zelten. Sie reiten auf Kamelen über die Dünen, allerdings mit einem Smartphone am Ohr.

Trotz der immensen Probleme in den angrenzenden Ländern ist Jordanien ein friedliches Land mit gastfreundlichen Menschen. König Abdullah II. sorgt für politische Stabilität. Christen und Muslime leben friedlich miteinander.
Falafel und Graffiti

Jordaniens Hauptstadt Amman gehört zu den ältesten Siedlungen der Welt. Vor hundert Jahren lebten hier 2000 Menschen, heute ist es eine Vier-Millionen-Metropole mit einem futuristischen Flughafen, Wolkenkratzern, Galerien und supermodernen Shopping Malls neben traditionellen Cafés und Handwerksläden.

Den schönsten Blick auf das rasant wachsende Häusermeer hat man vom Zitadellenhügel, wo direkt neben dem antiken Herkulestempel das Achäologische Museum (Eintritt ca 1,50 Euro) lockt.

Viele Häuser der Altstadt sind mit überdimensionalen Graffitis bemalt. Der Staat fördert die bunte Streetart: Seit Jahren dürfen sich Künstler aus aller Welt an den Fassaden kreativ austoben, sofern der Hausbesitzer es erlaubt.

Nach dem Bummel geht’s ins Straßenrestaurant „Hashem“, wo König Abdullah II. regelmäßig mit seiner Familie speist. Meze – Vorspeisen wie Falafel, Humus, Salat und Fladenbrot – bekommt man hier für drei Euro pro Person.

Felsen und Filmkulisse

Petra, die vor 2000 Jahren gegründete Felsenstadt, ist ein Erlebnis!

Vor allem am späten Nachmittag, wenn die Felsengräber, Tempelfassaden und Reliefs in dunklem Rot „erglühen“. Man kennt sie aus Steven Spielbergs Kinohit „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“.

Gleich hinter dem Museum beginnt der beschwerliche, aber lohnenswerte Aufstieg zum Kloster Al Deir. Über 800 Stufen sind zu meistern, was aber mit großartigem Ausblick belohnt wird.

Bei der Besichtigung kommen schnell zehn Kilometer zusammen.

Wer nicht so gut zu Fuß ist: Ein Ritt auf Pferd, Esel oder einem Kamel ist bereits im Eintritt von 66 Euro inbegriffen.

Baden und Schnorcheln

Lesend auf dem Wasser liegen – im Toten Meer ist das kein Problem. Der mit 428 Metern unter dem Meeresspiegel am tiefsten gelegene See der Welt lässt einen buchstäblich schweben.

Das ist kein Wunder, denn der Salzgehalt des Wassers ist extrem, immerhin mit 30 Prozent etwa zehnmal so hoch wie der des Mittelmeers.

Große Siedlungen gibt es an der Ostküste nicht, aber eine Ansammlung von schönen Hotels. Wer ein bisschen Abenteuer sucht, geht zum Canyoning ins nahe Wadi Mujib.

Richtigen Badespaß gibt’s am Roten Meer in der Hafenstadt Aqaba – ein westlich geprägter Urlaubsort mit vielen Fischrestaurants (z.B. das „Floka Seafood“).

Die Riffe vor der Küste sind bereits seit den 1990erJahren Naturschutzgebiet und zählen mit 200 Korallensorten und 900 Fischarten zu den Top-Tauchdestinationen weltweit. Wer Glück hat, begegnet Meeresschildkröten und Delphinen.

Ein besonderes Erlebnis ist ein Tauchgang bei Nacht (65 Euro, Dive Aqaba). Und günstig shoppen kann man auch, denn Aqaba ist zollfreies Gebiet.