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Regionalwahlen in Jordanien: Muslimbruderschaft gewinnt an Einfluss

Die Muslimbruderschaft ging als Sieger aus den regionalen Wahlen am Mittwoch in Jordanien hervor. Die Wahlbeteiligung war mit 31 Prozent gering. Die Muslimbrüder Jordaniens geben sich als Reformer, wollen aber die Scharia als geltendes staatliches Gesetz.

Das Königreich Jordanien gilt als einer der engsten Verbündeten der USA im Mittleren Osten. In den letzten Jahren flüchteten Hunderttausende Syrer vor dem Bürgerkrieg in das südliche Nachbarland. Zusammen mit den USA, Israel und Saudi-Arabien unterstützt das Königshaus islamistische Milizen gegen die Regierung in Damaskus.

Während der Ton der Muslimbruderschaft in anderen Ländern ein härterer ist, setzte das umstrittene Netzwerk bei den Parlamentswahlen 2016 in Jordanien auch Christen und Frauen auf ihre Kandidatenlisten. Keiner der Christen erhielt im September jedoch einen Sitz. Dass auch vier Christen aufgestellt wurden, führte zu Spekulationen hinsichtlich des künftigen Weges der islamistischen Bewegung.

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Autor Akhanli sieht seine Türkei-Kritik als Grund für Festnahme

Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli sieht seine kritische Auseinandersetzung mit der Türkei als Ursache für seine von Ankara betriebene vorübergehende Festnahme. Er habe kritisch über die türkische Politik und Geschichte geschrieben, sagte der ursprünglich aus der Türkei stammende Autor am Sonntag der ARD in Spanien. «Das gefällt der Türkei bestimmt nicht. Sie möchten mich zum Schweigen bringen.» Beugen will sich der geradezu fröhlich wirkende 60-Jährige dem Druck aber nicht. «Aber ab 60 will ich auch nicht mehr schweigen», sagte er lachend.

Akhanli, der ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft hat, war im Spanien-Urlaub festgenommen, nach einem Tag aber wieder freigelassen worden. Er darf Spanien für die Dauer des Auslieferungsverfahrens nicht verlassen.

Hintergrund der Festnahme ist nach Angaben von Akhanlis Anwalt der Vorwurf, dieser sei 1989 an einem Raubmord in Istanbul beteiligt gewesen - ein Vorwurf, von dem er vor einem türkischen Gericht zunächst freigesprochen worden war.

 

Jemen: Saudi-Arabien stationiert Truppen in Aden

Vertreter der von Riad gestützten jemenitischen Regierung teilten mit, dass Saudi-Arabien Truppen in der Hauptstadt Aden stationieren werden.

Derzeit sind vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Saudi-Arabien im Jemen militärisch aktiv. Nun sollen, so Vertreter der ins Exil geflüchteten jemenitischen Regierung von Präsident Hadi, saudische Truppen in der Hauptstadt stationiert werden. Darunter im Präsidentenpalast, dem Hafen und dem Flughafen.

Diese Truppen würden die ersten Spezialkräfte Saudi-Arabiens seit 2015 sein, die im Nachbarland stationiert werden. Bislang zog es Riad vor, Angriffe auf jemenitisches Territorium und insbesondere auf die schiitischen Houthi-Milizen, von ihrem eigenen Staatsgebiet aus zu führen. Diese werden vor allem vom Iran unterstützt.

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Drei antike Gräber in Ägypten entdeckt

Sarkophage im Süden des Landes sind laut Archäologen rund 2000 Jahre alt.

Ägyptische Archäologen haben im Süden Ägyptens drei antike Gräber mit Sarkophagen entdeckt. Wie das Antikenministerium am Dienstag mitteilte, sind die Gräber in der Gegend von Al-Kamin al-Sahrawi in der südlichen Provinz Minja rund 2000 Jahre alt. Neben Tonfragmenten seien bei den fortdauernden Grabungen mehrere Sarkophage unterschiedlicher Form und Größe sowie menschliche Knochen gefunden worden.

Eines der Gräber, das durch einen Schacht im Fels erreicht wurde, enthielt vier Sarkophage, in deren Oberfläche menschliche Gesichter eingemeißelt waren, wie das Ministerium mitteilte. Eine Untersuchung von Tonfragmenten habe ergeben, dass die Gräber aus der Zeit zwischen der 27. Dynastie (gegründet 525 vor Christus) und der griechisch-römischen Zeit (332 vor Christus bis zum vierten Jahrhundert nach Christus) stammen.

Die Funde deuteten darauf hin, dass die Gräber Teil eines großen Gräberfeldes einer Stadt gewesen seien, das über viele Jahrhunderte benutzt wurde, erklärte das Antikenministerium. Demnach dauerten die Grabungen an.

 
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