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Katars ungewisse Zukunft

Seit Katar im vergangen Juni von Saudi Arabien und seinen Verbündeten isoliert wurde, hat sich einiges in dem Emirat verändert. Das Land schaut sich nach anderen Handelspartnern um, die Bewohner rücken näher zusammen. Viele Kataris begreifen den Boykott sogar als Chance.

Im alten, aufwendig restaurierten Souk von Doha, der Hauptstadt Katars, findet sich kurz hinter der Ecke mit den Singvögeln ein kleines Süßwarengeschäft. Am Fenster hängt wie bei vielen anderen Läden auch ein Zettel: "100 Prozent katarische Produkte" steht auf Englisch und Arabisch darauf.

Drin erklärt der Verkäufer, woraus die klebrige Masse auf den großen Tabletts besteht: Vor allem aus Zucker, Stärke, Safran und Kardamom. Zwei Männer in der typischen Kleidung der Katarer, weißes Gewand und weiße Kopfbedeckung, betreten den Laden und erkundigen sich gleich: Kommt diese Spezialität nicht doch aus Bahrain? Nein, Nein, alles aus Katar, versichert der Verkäufer.

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Comedian Bülent Ceylan: "Würde in der Türkei keinen Urlaub machen"

Bülent Ceylan spricht sich klar gegen die Politik von Recep Tayyip Erdogan aus. Seine Meinung kommt nicht überall gut an.

Bülent Ceylan ist der Sohn eines Türken und einer Deutschen. Angesichts der diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Ländern findet sich der Comedian in letzter Zeit verstärkt in der Rolle des Vermittlers, aber auch unter Rechtfertigungszwang wieder. Beim Berlin-Besuch erzählt der 41-Jährige Mannheimer, warum er aktuell nicht in die Türkei reisen würde, wie es sich zwischen zwei Kulturen lebt und weshalb ihm Verständnis für in Deutschland lebende Erdogan-Anhänger besonders schwer fällt.

Ihr letzter Berlin-Besuch hat in der Presse hohe Wellen geschlagen. Bei einem Auftritt in der Waldbühne haben Sie ganz klar gegen Erdogan Stellung bezogen. War das spontan?

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Fußball in Iran - Augenbrauen zupfen verboten!

Die Entscheidungen der Ethikkommission des iranischen Fußballverbandes findet sogar die Regierung »bizarr«

Wohlgemerkt: Keine dieser Handlungen ist im Iran illegal; anders als im Libanon gibt es auch kein Gesetz, dass den Kontakt mit Israelis verbietet. Und auch das Stadionverbot für Frauen geht nur auf den Vorsitzenden der Ethikkommission zurück: Mortesa Turak ist ein ehemaliger Richter, dessen eigene Verbindung zum Fußball vor allem darin besteht, dass er zum Tode Verurteilte, er selbst hat nach eigenen Angaben mehr als 1000 solcher Urteile verhängt, an Baukränen in Fußballstadien aufhängen ließ; ein Umstand den er offen eingesteht. Der derzeit amtierenden Justiz hingegen wirft er vor, »zu lasch« zu sein.

Die iranische Ethikkommission war 2008 gegründet worden, um die Ethikrichtlinien der FIFA umzusetzen. Doch schon bald entwickelte der Ausschuss seine ganz eigenen Interpretationen der FIFA-Regularien: »Die Situation ist von Land zu Land verschieden; die Regeln müssen deshalb an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden«, sagt Ex-Richter Turak gegenüber »nd«: »In unserem Land müssen auch die Regeln des Islam als Leitfaden herangezogen werden.« Das Ergebnis ist ein insgesamt 242 Seiten und mittlerweile 1478 Verhaltensvorschriften umfassendes Regelwerk: Keine Tattoos, keine zu enge Kleidung, kein Spielen mit Israelis, keine Frauen beim Männerfußball.

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Syrer in Jordanien - Gastfreundschaft am Limit

Jordanien hat schon viel geholfen: Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen rund 800.000 vertriebene Palästinenser, nach den Golfkriegen etwa 300.000 Iraker und zuletzt mindestens 650.000 Syrer. Neben Hilfsbereitschaft gibt es auch Neid, Wut und Ausbeutung.

Al Azraq in Jordanien: Auf den ersten Blick eine unscheinbare Kleinstadt inmitten trostlos grauer Wüste. Doch die Oase ist seit jeher von großer strategischer Bedeutung. Im Wüstenschloss von Al Azraq hatte vor 100 Jahren schon Lawrence von Arabien seine Hauptquartier.

Heute starten von Al Azraq die Kampfjets der internationalen Koalition gegen die IS-Terrormiliz in Richtung Syrien und Irak.

Die "Muwaffaq Salti Air Base" ist der Stützpunkt der königlichen jordanischen Luftwaffe – und künftig auch Standort der deutschen Bundeswehr.

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Politische Lösungen im Jemen gesucht

Fachgespräch zur sozio-ökonomischen und humanitären Lage im Jemen

Im Jemen bahnt sich eine der schlimmsten humanitären Katastrophen an. Zudem wird das Land am Golf von Aden und Rotem Meer seit drei Jahren von einem Bürgerkrieg erschüttert. Die Truppen des seit 2012 amtierenden Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi und die Houthi-Rebellen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Dies hat zur Folge, dass sich nun landesweit die Cholera ausbreitet. Mehr als 700.000 haben sich bereits infiziert.

Da das Land selten im Fokus steht, veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit dem Gulf Research Center eine Konferenz in Berlin. „Wir wollen auf die humanitäre Katastrophe hinweisen, den Konflikt erklären und die Chancen des Jemen aufzeigen“, sagte Dr. Gerhard Wahlers, stellvertretender Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Beginn der Tagung.

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