Magazin

Algerien: Frauen lassen sich den Bikini nicht verbieten

In Algerien kämpfen Frauen für das Recht, den Strand in der Badebekleidung ihrer Wahl besuchen zu dürfen.

Algerische Frauen wehren sich gegen das unausgesprochene Bikini-Verbot an den Stränden des nordafrikanischen Landes. Initiiert wurde der Protest von einer jungen Frau namens Sara, die vor wenigen Wochen eine geschlossene Gruppe auf Facebook gründete, in der sich Frauen über das Thema austauschen können. Das berichten unter anderem die britische Zeitung The Telegraph und die französische Zeitung Le Figaro unter Berufung auf ein Interview, das Sara (Pseudonym) der algerischen Zeitung Le Provincial gab.

Nicht verboten, aber verpönt

Im Interview wehrt sich die 27-Jährige dagegen, dass normale Badebekleidung auf algerischen Stränden sozial geächtet ist. Zwar sind Bikinis oder Badeanzüge offiziell nicht verboten, der Bikini, als Symbol westlicher Gepflogenheiten und Werte, wird jedoch von vielen Männern abgelehnt. Aus Angst vor verbalen Angriffen würden es viele Frauen nicht wagen, im Bikini baden zu gehen.

Read more...
 

Tourismus in der Türkei: "So leer haben wir es hier noch nie erlebt"

Leere Strände in der ehemaligen Touristenhochburg Antalya, ungewöhnlich kurze Warteschlangen vor der Hagia Sophia in Istanbul: Der Türkei fehlen die Besucher. Wie kommen die Menschen damit klar?

Das Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet ist weltberühmt. Hier finden sich einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der türkischen Metropole: Die Blaue Moschee, der Topkapi Palast und die römischen Zisternen. Das bekannteste historische Gebäude ist wohl die Hagia Sophia: erst byzantinische Kirche, dann Moschee unter osmanischen Sultanen und seit Republikgründung ein Museum. Istanbuler Reisebüros verkaufen vorgebuchte Tickets, mit denen Besucher die lange Schlange vor der Hagia Sophia umgehen können – ein bis zwei Stunden kann die Wartezeit sonst gern mal dauern.

Doch solche Vorabbuchungen braucht derzeit niemand. Innerhalb von zehn Minuten ist man drin – so wenig ist hier momentan los. In der Blauen Moschee, vor der sich sonst ebenfalls lange Schlangen bilden, sieht es genauso aus. Engin Karakül betreibt an prominenter Stelle auf dem Platz zwischen den beiden Hauptattraktionen einen Kiosk mit Souvenirs, Getränken und Stadtplänen. Er seufzt:

Read more...
 

Religiöse Minderheiten: Bahai im Jemen unter Druck

Im Jemen herrscht seit mehr als zwei Jahren Bürgerkrieg. Schiitische Huthi-Rebellen kämpfen gegen Regierungstruppen. Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Immer wieder wird gezielt gegen Andersgläubige vorgegangen. Dabei sieht sich vor allem die religiöse Minderheit der Bahai in Jemen zunehmend unter Druck.

Der Jemen ist ein zerstörtes Land: Das Bildungssystem und die Gesundheitsversorgung sind zusammengebrochen, staatliche Strukturen existieren kaum noch.

"Letzten Endes kann man sagen, dass der Großteil der Dienstleistungen, die ein Staat zur Verfügung stellen sollte, nicht mehr zur Verfügung gestellt werden kann und dass anstatt dessen Bürger versuchen, sich selbst zu organisieren und versuchen, auf andere Art und Weise Dienstleistungen für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen", sagt Marie-Christine Heinze vom Zentrum für angewandte Orientforschung. Sie arbeitet mit verschiedenen jemenitischen Forschungsinstitutionen zusammen.

Read more...
 

Über den Grenzzaun nach Melilla in die «Festung Spanien»

Von Carola Frentzen, dpa

Ohne Schuhe und Gepäck, aber voller Hoffnung überwinden immer neue Migranten die Grenzzäune nach Ceuta und Melilla. Ihr altes Leben lassen sie hinter sich, ohne zu wissen, wo das neue sie hinführt. Denn noch sind sie theoretisch in Nordafrika. Wo geht ihre Reise hin?

Die Namen Ceuta und Melilla sind für viele afrikanische Migranten eine süße Verlockung - zu verlockend, um ihr zu widerstehen, handelt es sich doch um zwei Fleckchen Europa an der Küste Nordafrikas. Statt ein seeuntaugliches Boot zu besteigen und im Mittelmeer auf der Überfahrt nach Malta oder Sizilien das Leben zu riskieren, brauchen die Menschen hier nur von der marokkanischen Seite aus einen Zaun zu stürmen oder zu erklimmen.

Read more...
 

Archäologie-Projekt in Jordanien: Endlichkeiten von Kulturen trotzen einem endlosen Konflikt

Der Ort Umm el-Jimal im Norden Jordaniens war in der Antike Schnittpunkt der Kulturen und Religionen. Römer, Griechen, Byzantiner: Sie alle haben ihren archäologischen Fußabdruck hinterlassen. Ein Mainzer Archäologe führt hier inmitten der Kulturschätze syrischen und jordanischen Kindern vor Augen, wie es damals war, gemeinsam zu spielen und zu essen.

Wer mit Thomas Weber-Karyotakis verabredet ist, erkennt ihn schon von Weitem. Ein alter Geländewagen mit Deutschlandflagge an der Heckscheibe braust an einem Freitagmorgen die Straße in Jordaniens Hauptstadt Amman herunter, hupt kräftig – am Steuer sitzt lächelnd – eine Frau. Seine Frau Katarina. Die beiden sind gerne als Team unterwegs. Thomas Weber schwingt sich vom Beifahrersitz. Wir begrüßen uns herzlich, mit kräftigem Händedruck.

Read more...
 
  • «
  •  Start 
  •  Prev 
  •  1 
  •  2 
  •  3 
  •  4 
  •  5 
  •  6 
  •  7 
  •  8 
  •  9 
  •  10 
  •  Next 
  •  End 
  • »


Page 1 of 37