Reisewarnung: Was passiert, wenn ich nach Ägypten fliege?

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Auch wenn für Ägypten eine Reisewarnung bis zum 31. August gilt, ist dies kein Reiseverbot – der Sommerurlaub in dem beliebten Urlaubsland ist also möglich. Allerdings gibt es einige Einschränkungen für Urlauber.

Endlich wieder einen entspannten Strandurlaub an den Badeorten von Ägypten machen – darauf haben viele Deutsche lange gehofft. Das beliebte nordostafrikanische Land will Marsa Matruh am Mittelmeer, den Süden der Sinai-Halbinsel sowie die Regionen am Roten Meer am 1. Juli für den internationalen Tourismus öffnen. Dann sollen auch wieder Flüge dorthin angeboten werden.

Allerdings hat die Bundesregierung die Reisewarnung für Ägypten und weitere rund 160 Länder außerhalb von Europa generell bis einschließlich 31. August verlängert.

Aber: Da eine Reisewarnung kein generelles Reiseverbot ist, können Urlauber trotzdem in der Theorie schon bald wieder nach Hurghada, Scharm el-Scheich, El Gouna und Co. reisen. Jedoch müssen sie mit einigen Nachteilen beziehungsweise Konsequenzen im Vergleich zu anderen Urlaubsländern rechnen.

Ägypten-Urlauber könnten in Deutschland in Quarantäne müssen

So müssen nach Angaben des Robert-Koch-Institutes Rückkehrer aus Risikogebieten beispielsweise aktuell damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Und Ägpten gilt aktuell als Risikogebiet.

Zu den geplanten Urlaubstagen im Reiseland müssen Touristen also mitunter weitere zwei Wochen einplanen. Die konkrete Umsetzung der Maßnahmen liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer.

Beispiel Niedersachsen, hier gilt seit dem 15. Juni: Für 14 Tage in Quarantäne muss, wer aus einem Risikogebiet kommt und keinen negativen Corona-Test nachweisen kann – oder Corona-Symptome zeigt.

Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Ägypten ab

Das Auswärtige Amt warnt zudem weiterhin vor touristischen Reisen nach Ägypten. Die Reisemöglichkeiten im Land seien wegen des Coronavirus eingeschränkt und Urlauber müssten mit Temperaturmessungen sowie Tests auf Covid-19 rechnen. Bei einem positiven Test könne dann eine Isolation in staatlichen Krankenhäusern erfolgen, die „deutlich unterhalb der deutschen Standards liegen“, heißt es vom Auswärtigen Amt.

Wer dennoch nach Ägypten fliegen will oder muss, dem rät die Behörde, sich in die Krisenvorsorgeliste Elefand einzutragen. Doch jedem sollte bewusst sein: Sollte es zu einem erneuten Lockdown im Urlaubsland und an den Flughäfen kommen, werde es keine zweite Rückholaktion geben. Das hat die Bundesregierung in den vergangenen Wochen mehrfach betont. Somit ist jeder Reisende selbst für seine Rückreise verantwortlich