Können Israels Annexionspläe Jordanien gefährden?

Siedlung in der Westbank
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Israelische Stimmen, die vor dem Vorhaben warnen.

Der mögliche Zusammenbruch des israelisch-jordanischen Friedensvertrags und die potentielle Zerstörung eines stabilen regionalen Alliierten – des Haschemitischen Königreichs Jordaniens – sind die stärkeren israelischen Argumente gegen Premier Netanyahus Ideen der Annexion von Siedlungen in der Westbank noch dieses Jahr. Der Friedensvertrag von 1994 mit Jordanien, wie auch der Frieden mit Ägypten von 1979 sind zu Ecksteinen der regionale israelischen Sicherheit, aber auch zum Weg des Jüdischen Staats in die arabische Welt geworden. Der Wert dieser zwei Verträge in einer sonst feindlichen Umwelt ist weiter gewachsen angesichts der steigenden Bedrohung durch Iran und der Umtriebe durch den IS (Islamischer Staa), sowie weiterer fundamentalistischer Terrorgruppen. Aus dieser Perspektive ist der israelische Annexions-Plan, entweder einseitig oder im Rahmen einer Zusammenarbeit mit den USA als Risiko zu sehen für jene Verträge und die Stabilität in der Region. «Die unilaterale Anexxion wird die Stabilität im Nahen Osten untergraben», sagte zur «Jerusalem Post» Ami Ayalon, der ehemalige Chef des Inland-Geheimdienstes Shabak. Und er fügte hinzu: «Die Friedensverträge mit Jordanien und Ägypten sind auf ihre Art seit 30-40 Jahren die zwei Ecksteine unserer regionalen Politik und unserer Sicherheit». Ayalon gehört zu einer Gruppe von über 220 ehemaligen israelischen Sicherheitsoffizieren, die eine Kampagne lanciert haben gegen den Annexionsplan.