Behörde warnt vor Flügen über die Sinai-Halbinsel


 
 
 

Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat deshalb nun ihre Flug-Warnung für das Gebiet verlängert.

Seitdem im Jahr 2015 eine russische Passagiermaschine kurz nach dem Start am Flughafen Scharm El-Scheich (auch Sharm El-Sheikh genannt) in Ägypten abstürzte und die Katastrophe als terroristischer Angriff eingestuft wurde, gilt über der Sinai-Halbinsel eine Flug-Warnung. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat diese Warnung nun verlängert.

Sind Flüge nach Ägypten gefährlich?

Nach dem Absturz strichen etliche Länder ihre Flugverbindungen zum Flughafen auf der Sinai-Halbinsel. Auch deutsche Airlines stoppten ihre Flüge. Unruhen auf der Sinai-Halbinsel und Kämpfe zwischen dem Militär und terroristischen Gruppierungen würden den Flugverkehr weiterhin gefährden, informierte die Flugsicherheits-Behörde.

Jetzt wurde die Warnung verlängert, denn die Gefahr über dem Gebiet bestehe weiterhin, so die EASA. Airlines und Privatpersonen mit Fluglizenzen wird davon abgeraten, die Sinai-Halbinsel in einer geringeren Höhe als 7.620 Meter zu überfliegen.

Terror-Gefahr über der Sinai-Halbinsel

Die EASA verweist in ihrer Warnung auch auf die Sicherheitshinweise der US-Luftfahrtbehörde. Demnach bestehe auf der ägyptischen Halbinsel nach wie vor die Gefahr eines Abschusses von Flugzeugen. Terroristen würden über Raketen und Panzerabwehr-Munition verfügen.

Besonders gefährlich seien jedoch sogenannte Manpads, Waffensysteme, die speziell zur Flugabwehr dienen. Die Manpads können Geschosse bis zu 7.620 Meter hoch schießen und stellen somit ein potenzielles Risiko für den Flugverkehr dar. Trotz der Warnung plant zum Beispiel England in den kommenden Wochen die Wiederaufnahme der Flugverbindung nach Scharm El-Scheich.